Dauererektion durch Spinnenbiss

Brasilianische Wanderspinne (Foto: João P. Burini; CC BY-SA 3.0)

Eine der gefährlichsten Spinnen der Welt

Die Brasilianische Wanderspinne (Phoneutria nigriventer) gilt als eine der gefährlichsten Spinnen der Welt und als eine der ganz wenigen, deren Biss auch für den Menschen tödlich sein kann. Die bis zu 5 cm Körperlänge erreichende Spinne ist sehr mobil (Wanderspinne) und wird oft auch in Gebäuden angetroffen. Sie reagiert auf (vermeintliche) Bedrohung sehr aggressiv und injiziert beim Biss einen hochwirksamen Giftcocktail. Dieser führt neben starken Schmerzen oft zu Schwindel, Übelkeit, Herzrasen und in schweren Fällen zu Atemnot, selten sogar zum Tod.

Schmerzhafte Dauererektion

Bei männlichen Opfern, ob Mensch oder anderes Säugetier, kommt es neben den genannten Symptomen oft auch noch zu einer langanhaltenden und sehr schmerzhaften Dauererektion, sogenanntem Priapismus. Die pharmazeutische Forschung arbeitet daran, die verantwortlichen Wirkstoffe des Spinnengiftes zur Behandlung von Erektionsproblemen zu nutzen.1

Illegale Einwanderin

Bekannt ist die Brasilianische Wanderspinne in unseren Breiten vor allem dadurch, dass sie gelegentlich in Bananenkisten aus Südamerika als „blinder Passagier“ einreist. Spinnen, gleich welcher Art, die auf diese Weise zu uns gelangen, werden oft allgemein als Bananenspinnen bezeichnet. Meist handelt es sich bei diesen sogenannten Bananenspinnen aber um andere, weitaus harmlosere Arten als Phoneutria nigriventer.


1Nunes, K. P., Cordeiro, M. N., Richardson, M., Borges, M. N., Diniz, S. O., Cardoso, V. N., … & Leite, R. (2010). Nitric oxide-induced vasorelaxation in response to PnTx2-6 toxin from Phoneutria nigriventer spider in rat cavernosal tissue. The journal of sexual medicine, 7(12), 3879-3888.

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